Badplanung wie angehen?

#1
Wir planen eine Komplettsanierung unseres Badeszimmers. Wie geht man ein solches Projekt am besten an? Grundsätzlich fände ich es gut, alle Arbeiten zusammen bei einem Komplettbadanbieter zu beauftragen. Ich denke, da wird das Bad schneller fertig sein, als wenn ich die einzelnen Gewerke getrennt beauftrage.

Welche Erfahrungen habt ihr bei der Badplanung bzw. beim Umbau gemacht?

Die Anordnung der Sanitärobjekte ist gut so wie sie jetzt ist. Daher soll sie so bleiben. Wir haben schon gewisse Vorstellungen und interessieren uns für folgende Dinge:
- spülrandloses WC
- wandhängende Hochschränke mit Schubladen und Wäschekorb, Einlegeböden nicht aus Glas (solche Badmöbel sind wohl schwierig zu finden)
- abgehängte Decke mit Einbau-LED-Lampen
- bodengleiche, geflieste Dusche
- alte Wasserleitungen (Kupfer) sollen komplett ausgetauscht werden
- vorhandene Fußbodenheizung (Kupferrohre im Estrich, angeschlossen an Heizkörper-Rücklauf) soll bleiben

Hat irgendwer Tipps für mich?
 
#2
Hmm, ist das alles überhaupt so machbar? Im Altbau eine bodengleiche Dusche setzt ja auch genug Fußboden-Aufbauhöhe voraus. Vor allem muss ja an der Stelle der Estrich/FBH ausgespart sein.

Was ich z.B. gut finde, ist ein beheizter Estrich unter einer gefliesten Dusche. Sonst hat man da schnell mal kalte Füße im Winter. Bei meiner superflachen Emaile-Duschtasse ist das nicht schlimm. Das Metall heizt sich sofort mit dem ersten warmen Wasser auf. Aber Fliesen? Igitt...
Dafür müsstet Ihr aber dann womöglich den ganzen Estrich raushauen oder jemand finden, der an die bestehenden Rohre was dauerhaft dicht anschließen kann.

Ich hab bei mir wegen zu wenig Aufbauhöhe einen Styroporkörper genommen, da drauf die superflache Duschtasse. Sowas ist übrigens auch viel besser zum Putzen. Dann hab ich außenrum noch co ca. 15-20cm "Rand" gemauert und mit Flusskieselmosaik belegt. Somit ist die Duschtasser selber wieder ebenerdig in dieser Art Podest. Da kommt man jetzt ganu bequem über die kleine Stufe rein.

Ansonsten, wenn man eh nur die Sanitärobjekte austauschen muss: Mit Sanitärer Termin vereinbaren, damit der alles raushaut und neu anschließt und danach den Fliesenleger kommen lassen. Feddsch.
Mit Komplettunternehmern hab ich keine Erfahrung. Könnte mehr kosten, könnte aber auch Ärger ud Zeit sparen.
 
#3
Hallo Andrea,
danke für deine Tipps.

Ob das mit der bodengleichen Dusche bei uns machbar ist, weiß ich nicht. Aber ich kenne Leute, die trotz Altbau eine bodengleiche Dusche im Bad haben. Die Rohre der FBH wurden unter den Sanitärobjekten ausgespart.

In Baumarkt-Prospekten werden oft befliesbare Elemente aus Hartschaum mit Gefälle und Ablauf für bodengleiche Duschen angeboten. Der Hartschaum dürfte auch dazu beitragen, dass die Fliesen darüber die Wärme speichern.

Eine Duschtasse wollen wir nicht mehr, da man vorm Duschen jedes Mal eine Duschmatte hinlegen muss, weil der Boden zu glatt ist. Es gibt zwar auch raue Duschtassen aber die sind wohl eher unangenehm und nicht so gut zu putzen.

Mit dem Austauschen von Fliesen und Sanitärobjekten ist es bei uns leider nicht getan. Wir möchten auch die Decke neu abhängen lassen, LED-Beleuchtung integrieren und dafür müssten noch einige Stromleitungen gelegt werden.

Wie lange hat denn bei dir die Badsanierung gedauert?
 
#4
Ich hab mein Bad selber saniert... Da kann das auch mal bischen länger dauern.
Welche Wärme soll denn in den Fliesen gespeichert werden, wenn da der Schaum drunter ist? Das kann höchstens die Raumwärme sein und die fühlt sich an den Füßen eiskalt an. Genauso, wie unbeheizte Fliesen im Winter eben sind. Aber bis die Fliesen sich selbst dann auch noch erwärmt haben, das dauert eben länger wie beim Metall.
Also meine Duschtasse ist mir nicht zu glatt. Kommt aber sicher auch auf das persönliche Sicherheitsgefühl an. Wenn man nicht reinklettern muss, sondern quasi einfach nur reinlaufen, ist das auch nochmal was Anderes.

Nur der befliesbare Schaum reicht nicht aus. Man hat ja noch den Siphon drunter. Und der braucht auch eine gewissen Höhe. Man hat also von OKFB
- Gefälle von ca. 1,5 bis 2%
- Fliesendicke + Kleber + Absichtung drunter (ca. 1,5-2cm)
- Unterbau
- und den Siphon, der ggf. noch weiter runter geht, als der Unterbau.
- ggf. auch noch irgendwas drunter zum Ausgleichen, falls die Betondecke ein Gefälle oder Unebenheiten hat

Es gibt auch Abflussrinnen. Da müsst Ihr eben schauen, was geht. Nur weil ein Bekannter in einem völlig anderen Haus sowas machen konnte, heißt das noch lange nicht, dass es bei Euch geht. Mein Estrich incl. Dämmung war gerade mal um die 8cm dick! Und das Haus ist Bj. 1969/70.
 
#5
Ich meinte, dass die Wärme des Wassers die Fliesen in der Dusche etwas erwärmt. Unsere bisherige Duschtasse ist aus Keramik und das wäre uns nicht zu kalt (aber zu glatt).

Das Siphon schien in der Ebene des Hartschaums zu verlaufen. Aber wir werden wohl in den nächsten Tagen mal einen Komplettbadanbieter zum Vor-Ort-Termin bestellen. Der wird uns dann wohl sagen können, ob bei uns eine bodengleiche, geflieste Dusche machbar ist.
 
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