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Flur - Thema: Diskussion zur Suche nach dem optimalen Treppenhausgrundriss - Wohnforen
  1. #1
    Mitglied
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    08.09.2011
    Beiträge
    106

    Diskussion zur Suche nach dem optimalen Treppenhausgrundriss

    Hallo an alle,

    da es doch ein umfangreicheres Thema ist, das bei jeder Planung berücksichtigt werden muss, eröffne ich hier ein neues Thema.

    Wir haben für das neue Zuhause eigentlich mehr oder minder die Grundrisse in allen Geschossen mit unserem Architekt und hier im Forum festlegen können. Dann kamen doch 3 unterschiedliche Stimmen gegen den Treppenhausgrundriss. Wir sehen auch ein, dass den von uns ursprunglich gewählten Treppenhausgrundriss nicht der optimalste ist und suchen daher nach Möglichkeiten, ihn zu optimieren.

    Wobei optimal ist das Ziel, das von unterschiedlichen Parametern abhängig is. Im Fall des Treppenhausgrundrisses:
    Flächenersparnis vs Begehbarkeit und Transport sperriger Sachen vs Lage des Treppenhauses im Haus / Wohnung.
    • Das jetzige Treppenhaus ist 2 x 2 m = 4 qm, hat also den halbgewendelten Grundriss, ist raumsparend aber nicht der optimalste zum Begehen und Transport sperriger Sachen, da man im Bereich des Treppenauges sich stark umdrehen muss um dor auf wenigen Gehstufen eine komplette 180 Grad Umdrehung zu erreichen.
    • Da die planrechte bzw. Ostseite des Hauses die dunkle Seite ist, wäre für uns das Treppenhaus dort am besten aufgestellt.
    • Der optimalste Treppenhausgrundriss ist wohl der klassische mit geraden Treppenstufen. Dieser Grundriss bedarf aber Fläche in einer langen, schmalen Form wie 1 x 4 m und noch An- und Austrittsfläche an beiden Enden des Treppenhauses. Also, muss so ein Treppenhaus bei uns ungefähr in der Mitte des Hauses stehen. Da wir noch bei der Eingabeplanung sind, hätten wir noch die Möglichkeit die Grundrisse von innen zu verändern (Architekt hat natürlich keie Lust mehr, jetzt kurz vor Feiertagen noch den kompletten Grundriss, der die Äusserlichkeit des Hauses und somit Eingabeplanung betrifft, zu ändern).
    • Treppenhaus in der Mitte des Hauses weg von der dunklen rechten Wand stellt für uns ausser seinem Platzanspruch auch noch ein Problem mit dem Luftzug dar, da die Mitte des Hauses von oben nach unten dadurch offen ist. Wir hatten solche Situation mal gehabt und waren im Wohnzimmer im EG gefroren und möchten es dieses Mal nicht mehr so haben (wobei wir sagen müssen, dass die Heizung im alten EG auch zu klein dimensioniert war).
    • Wenn die Lage des Treppenhauses an der rechten (Ost-) Wand bleiben soll wie bisher, dann kommen nur einige moegliche Treppenhausgrundrisse in Frage. Ein viertelgewendeltes Treppenhaus finde ich auch nicht besser als das jetzige halbgewendelte, da man an den An- und Austrit stark drehen muss und fuer den Moebeltransport ist es an den Stellen genauso problematisch.
    • Wenn wir beim jetzigen halbgewendelten Treppenhaus bleiben, koennten wir ueberlegen, einen Podest in der Mitte ueber dem Treppenhausauge einzufuegen. Vorteil dabei ist, dass man sich um das Treppenhausauge nicht gleichzeitig drehen und in die Hoehe gehen muss. Nachteil ist, dass man fuer ein Treppenhaus mit Podest die geraden Teile des Treppenhauses zum An- und Abstieg verlaengern muss, also mehr Platz benoetigt.
    • Unser Architekt schlaegt vor, beim jetzigen Treppenhaus zu bleiben und dafuer das Problem mit der Begehbarkeit mindern, in dem die Treppenstufen um das Treppenauge so breit und flach wie moeglich zu machen so, dass man quasi fast wie auf einer Ebene geht. Und die geplante Breite (bzw. Laenge) einer Treppenstufe ist schon 1 m, was mein Mann und Architekt schon als ausreichend grosszuegig ausgelegt ist. Die Mindestanforderung fuer die Treppenhausbreite in Deutschland ist ja nur 80 cm und in AT und CH sogar 90 cm.
    • Mein Mann ist schon auf ein Treppenhaus in unserer jetzigen Form 2x2m in einem anderen Musterhaus gegangen und berichtete, dass man sich drauf problemlos gehen kann, auch wenn bei diesem Mustertreppenhaus die Treppenstufen nicht geschlossen sind.

    Was meint Ihr? Sollen wir bei diesem Treppenhausgrundriss bleiben und die Loesung des Architekts vornehmen? Oder gibt es noch Verbesserungsvorschlaege von Euch, wie wir es besser machen koenen ohne viel am bestehenden Grundrissplan aendern zu muessen?
    Vielen Dank fuer Eure Hilfe und Ideenvorschlaege vielmals.
    LG,
    Hobby-Chef
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  2. #2
    Mitglied
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    7

    AW: Diskussion zur Suche nach dem optimalen Treppenhausgrundriss

    Hallo Hobby-Chef,

    meine Argumente gegen diese stark gewendelte Treppe kennst du.
    Zu dem Punkt von deinem Beitrag, die gerade Treppe wäre am optimalsten, sehe ich auch nicht so gegeben. Stürzt man von ganz oben, so fällt man quasi bis zum nächsten unteren Stockwerk. Dies war auch ein Grund, warum ich mich für eine Podesttreppe entschieden habe. Man bleibt praktisch auf halben Weg / Höhe liegen.

    Zum Transport von sperrigen Gütern. Das Problem hast Du eigentlich bei allen gewendelten Treppen, ebenso natürlich bei einer Podesttreppe.

    Letzte Woche kam ein Spiegel mit 192 cm Länge ins OG, das war bei uns eigentlich auch kein Problem. Auch die Umzugsspedition / Möbelhaus brachten alles irgendwie ins OG.

  3. #3
    Mitglied
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    28.07.2011
    Beiträge
    71

    AW: Diskussion zur Suche nach dem optimalen Treppenhausgrundriss

    Unser Treppenhaus ist quasi identisch zu eurem jetzt geplantem und wir haben Schränke unzerlegt durch transportiert, gehen ist absolut unproblematisch. Auch Bett Matratzen Lattenroste usw. haben keinerlei Probleme bereitet. Wir hätten lieber eine Podesttreppe gehabt aber da wir unser Haus kleinstmöglich halten wollten war uns der verlorenen Raum das nicht wert. Euer Haus wir aber ja glaub ich grösser so das man da evtl. leichter diesen Abstrich in Kauf nimmt.

  4. #4
    Mitglied
    Registriert seit
    08.09.2011
    Beiträge
    106

    AW: Diskussion zur Suche nach dem optimalen Treppenhausgrundriss

    Hallo Ihr beide lieben,

    habe auch Podest überlegt. Aber dann habe ich im Internet mal nachgelesen, dass lt. Unfallbericht es doch viele Unfälle auf Podesttreppen gibt als man es denken würde. Grund ist wohl weil man auf der Podesttreppe plötzlich in der Mitte den Gehrhythmus ändern muss. Daher habe ich gedacht, dass wenn wir keine bessere Wahl haben als die jetzige Treppenform, die Treppe um den Bereich des Treppenauges so flach und breit wie moeglich zu machen, wie der Architekt es als Lösung vorschlug, dieser Bereich um das Treppenauge fast wie einen Podest zu begehen ist und wir dabei Raum sparen.

    Ich muss weiterhin noch darüber grübel, ob es nicht eine andere Lösung noch gibt oder wir doch bei der Lösung des Architekts bleiben sollen. Zur Not bedeutet es auch eine komplette Grundrissumplanung, was dem Architekt bestimmt nicht lieb ist und wir die Bauzeit auch nicht verschieben möchten.

    Vielen Dank für Eure Vorschläge. Mal schauen, was sich machen lässt.
    LG,
    Hobby-Chef

  5. #5
    Mitglied
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    28.07.2011
    Beiträge
    71

    AW: Diskussion zur Suche nach dem optimalen Treppenhausgrundriss

    Ich würde die Höhe der Stufen nicht ändern dieser Rythmuswechsel ist nichts wirkt wie in einem Altbau, nur damals hat man halt so gebaut, wie es ausging , dann lieber 2,50x2,50 und dafür die Stufen nur Tiefer machen, also Stufenanzahl und tritthöhe gleich belassen nur jede Stufe etwas tiefer.

  6. #6
    Moderator
    Registriert seit
    23.01.2006
    Beiträge
    105

    AW: Diskussion zur Suche nach dem optimalen Treppenhausgrundriss

    Für bequeme Treppen gibt es eine Regel: 2x Stufenhöhe + 1x Stufentiefe = 63cm. Wird von dieser Regel auch nur 1cm abgewichen, wird's schon unbequem.

    Für gewendelte Treppen gibt es dann noch 3 gebräuchliche Verfahren, die den normalen Laufweg berücksichtigen. Man nennt das Ergebnis dann "Verziehen der Stufen".
    Viele Grüße
    Martin

    http://www.efftop.de
    Zubehör für Küche und Bad

    Wer andern eine Grube gräbt,.... ist vermutlich Tiefbauarbeiter.

  7. #7
    Mitglied
    Registriert seit
    08.09.2011
    Beiträge
    106

    Frage AW: Diskussion zur Suche nach dem optimalen Treppenhausgrundriss

    Martin,

    vielen Dank fuer die kurze Mitteilung. Allerdings, da ich die gebräuchliche Formeln für gewendelte Treppen nicht kenne, kann ich auch nicht beurteilen, ob unsere vorgesehe 2 x 2 m halbgewendelte Treppe zu verzogen ist. Dass sie zu verzogen erscheint, teilte uns unser Bausachverständige nach dem Einblick in den jetzigen Pläne mit.

    Könntest Du evtl. die passende Formel für unsere halbgewendelte Treppe nennen, damit wir prüfen können, ob die Treppe zu verzogen ist, wie unser Bausachverständige es meint oder ob man die Treppe in der Form doch noch gerade gut benutzen kann

    Ich habe dieses Thema hier eingestellt, weil ich denke, die Info. über dieses Thema kann nützlich sein für andere Mitglieder, die auch mal wie wir ein ganzes Treppenhaus planen müssen.

    Vielen Dank und VG,
    Hobby-Chef

  8. #8
    Administrator
    Registriert seit
    14.02.2008
    Beiträge
    650

    AW: Diskussion zur Suche nach dem optimalen Treppenhausgrundriss

    HC, die Steigung etc. muß in deinem Architektemplan stehen. Und mit den wenigen Daten kann dir hier keiner helfen. Denn zur Fläche gehört bei einer Treppe auch immer die zu überwindende Höhe ... dabei zählt nicht die spätere Raumhöhe, sondern die Geschoßhöhe.
    VG
    Kerstin
    ----------------
    --> Küchenforum - Alles rund um die Küche

  9. #9
    Mitglied
    Registriert seit
    08.09.2011
    Beiträge
    106

    AW: Diskussion zur Suche nach dem optimalen Treppenhausgrundriss

    Danke, Kerstin, für die Info. Ich schätze bei uns wird die Raumhöhe der Standard 250 cm sein. Geschossdecken sind die üblichen aus Beton. Über die Details teilt uns der Architekt bei der späteren Werkplanung wohl noch mit. Er meinte nur, wir können bei der jetzige Form uns damit behelfen, dass wir die Steigung der Treppe so niedrig wie möglich halten, spricht die Treppe so flach wie es geht machen, und die Stufen auch so tief wie möglich, damit man bequemer gehen kann, gerade im Bereich des Treppenauges. Er behauptet, die Treppe wird somit schon bequem genug zu begehen.

    Vielleicht müssen wir doch bei der jetzigen Treppe bleiben. Irgendwo muss halt Kompromiss gemacht werden. Wenn wir das Treppenhaus vergrössern, dann verlieren wir die Räume woanders im Haus. Und wie problematischste Stelle des Platyverlusts ist der zukünftige Raum im Spitzdachboden, den wir noch gern ausbauen möchten.

    Vielen Dank auch an alle Beitragende und VG,
    Hobby-Chef

  10. #10
    Mitglied
    Registriert seit
    24.03.2011
    Beiträge
    78

    AW: Diskussion zur Suche nach dem optimalen Treppenhausgrundriss

    Guten Abend allerseits,

    auch wenn die Diskussion hier schon eine Weile her ist, finde ich sie doch sehr interessant.

    Wir stehen ja kurz vor dem Einzug und haben uns auch viel mit dem Thema Treppe beschäftigt. Wir haben uns für eine gerade Treppe entschieden mit 29cm Stufenlänge und 17cm Stufenhöhe. Unser Architekt (nicht wirklich der Hellste) hat auch versucht, uns das auszureden. Er meinte, das macht man so aber nicht. In EFHs würde eine Treppe mit 26/20 völlig ausreichen. Das wollten wir aber nicht (Gründe siehe unten) und haben uns auch durchgesetzt.

    Nachbars haben übrigens eine Treppe, wie sie in deinem Grundriss eingezeichnet ist, allerdings weiß ich da die Maße nicht auswendig. Wir waren jetzt schon ein paar Mal drüben und ich kann mich mit dieser Treppe nicht anfreunden. Das ist mir alles viel zu eng, gerade um die Kurven. Gerade, wenn man noch ein Kind oder einen Wäschekorb auf dem Arm hat, ist mir das zu heiß. In unserer alten Wohnung hatten wir auch so ein Treppenhaus, allerdings etwas breiter, und das fand ich auch schon sehr gefährlich.

    Das Problem ist auch, dass mein Mann sehr groß ist und entsprechend große Füße hat, d.h. bei einem 26er Auftritt hat er immer das Problem, dass er quasi beim Runtergehen auf die Kante tritt und so die Gefahr des Abrutschens höher ist. Deswegen sind wir auf den 29er Auftritt gegangen. Natürlich ist die Treppe so sehr groß, aber uns ist es das wirklich wert, einfach der Sicherheit wegen. Außerdem ist sie so wesentlich weniger steil, d.h. auch Kinder oder ältere Besucher können einigermaßen gut und bequem hoch und runter kommen. Wie sie sich für den Möbeltransport macht, werden wir am Donnerstag sehen, aber ich bin zuversichtlich, dass auch da alles klappt.

    Klar, wenn man fällt, fällt man gleich ganz nach unten, allerdings sehe ich die Gefahr des Fallens bei unserer Treppe als viel geringer als z.B. bei Nachbars.
    Für mich persönlich käme außer einer geraden Treppe höchstens noch eine Podesttreppe in Betracht. Alles andere wäre für mich viel zu unsicher, auch wenn es erlaubt ist. Aber eine Treppe, wo ich mehrmals am Tag hoch und runter muss, soll auch für mich bequem sein.

    Natürlich muss man für sich die Prioritäten abwägen. Uns war eben die Treppe wichtig, dass wir quasi das Haus um die Treppe herum gebaut haben.

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